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Alfred Kerschberger

Alfred Kerschberger Alfred Kerschberger arbeitet im Büro RK Stuttgart Architekten und Ingenieure, das er 1990 mitgegründet hat. Der Architekt und Fachbuchautor gehörte in den frühen achtziger Jahren an der Universität Stuttgart zu den Ersten, die sich mit der Energieeinsparung bei Neu- und Altbauten beschäftigt haben. So war die Energieeinsparung durch Gebäudesanierung bereits im Diplom sein Thema, in der Promotion beschäftigte er sich dann 1994 mit der Wirtschaftlichkeit von transparenten Dämmsystemen. Auch bei RK Stuttgart sind energieeffiziente Sanierungen, Umbauten und solares Bauen Arbeitsschwerpunkte.

Neben Studien und energetischen Forschungsarbeiten ist Kerschberger Autor zahlreicher Veröffentlichungen und Fachbücher in den Bereichen ökologisches und solares Bauen, energetische Sanierung sowie Bauökonomie.

Alle Beiträge von Alfred Kerschberger


Niedrigenergiehäuser waren gestern. Heute spricht der innovative Planer über Nullenergie- und Plusenergiegebäude. Doch wie geht das? Haben einige schlaue Architekten nun doch das Perpetuum Mobile erfunden? Oder ist das Ganze nur eine Verkaufsmasche?

Weder noch. Vielmehr geht es hier um Definitionen, die begrifflich aus der Alltagssprache übernommen sind, oft aber andere, spezielle Bedeutungen besitzen. Unter einem Nullenergiegebäude würde Otto Normalverbraucher ein Haus verstehen, das keine (=Null) Energie benötigt. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, denn jedes Haus braucht Heizwärme im Winter, Energie für die Warmwasserbereitung, Strom für Beleuchtung und Haustechnik, Energie fürs Kochen und Haushaltsgeräte.

Die entscheidende Frage ist dabei die der Bilanzierung. Die Bilanzierungsrandbedingungen für ein Gebäude oder auch eine größere Versorgungseinheit (zum Beispiel Stadtquartier) sind bisher nicht allgemeinverbindlich festgelegt, weder in der Frage, welche Energieverbrauchsanteile eigentlich betrachtet werden sollten (Bilanzgrenzen auf Bedarfsseite), noch in der Frage, welche Energieproduktion mit eingerechnet werden darf (Bilanzgrenzen auf der Erzeugungsseite). weiterlesen »

Seit Jahr und Tag wird die Wärmepumpe, zumindest laut EnEV,  zu den regenerativen Wärmeerzeugern gezählt. Warum eigentlich ?

Reden wir einmal nicht von Luft-Wasser-Wärmepumpen im Altbau, die nur mit Mühe und Not Jahresarbeitszahlen von über 2,0 erreichen. Reden wir von Erdsonden-Wärmepumpen mit einer Jahresarbeitszahl von sagen wir mal 3,5. Die Pro-Wärmepumpen-Gemeinschaft (mit Ihren Paten, den großen Energieversorgern) rechnet uns vor: Strom mit einem Primär­energiefaktor von 2,6 bringt per Wärmepumpe einen energetischen Gewinn aus der Umwelt. Für jede kWh eingesetzte Primärenergie zur Stromerzeugung nämlich 3,5/2,6 also 1,35 kWh Wärme. weiterlesen »

„Ich kann das Wort Wirtschaftlichkeit nicht mehr hören….“: So antworten ärgerliche Referenten manchmal, wenn sie nach der Wirtschaftlichkeit ihres Energiesparprojektes gefragt werden – um dem eingeschüchterten Fragesteller dann bereitwillig zu erläutern, dass die monetäre Wirtschaftlichkeit für Energiesparmaßnahmen eigentlich eine falsche Betrachtungsweise sei. Schließlich würden – um zwei Beispiele herauszugreifen – viele Menschen bei der Ausstattung des neuen Badezimmers 2.000 Euro für besondere Fliesen bezahlen, oder 5.000 Euro für eine weite Urlaubsreise ausgeben, beides höchst unwirtschaftliche Investitionen. Man müsse die Energieeinsparung also nur wollen.

Leider verwechseln die Fachleute hier die monetäre Wirtschaftlichkeit mit der übergeordneten Gesamtwirtschaftlichkeit. weiterlesen »

Während wir uns noch vor etwa 15 Jahren anstrengten, um bei Neubau oder Sanierung unter 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m2a) zu kommen, scheint das Nullenergie- und Plusenergiehaus heute kein Problem mehr zu sein. Was ist passiert? Ist der technische Standard so immens vorangeschritten?

Keinesfalls! Man rechnet nur anders, frei nach dem Motto: Wenn Du die Wirklichkeit nicht verändern kannst, dann pass“ Deine Sichtweise an.

Entsprechend der Wärmeschutzverordnung bilanzierte man früher den Endenergieverbrauch und hatte damit zumindest in etwa ein Äquivalent für die Heizkosten. Heute wird primärenergetisch bilanziert, wobei regenerative Energieträger niedrige Primärenergiefaktoren unter 1 bis hin zu 0 aufweisen, das Gebäude selbst wird dadurch aber nicht besser. weiterlesen »

Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung bieten erhebliches Potential zur Energieeinsparung, da sie einen Großteil der in der Abluft enthaltenen Wärme auf die Zuluft übertragen. Passivhäuser wären ohne diese Energiesparlüftungen kaum denkbar.

Nachteilig im Vergleich zu den einfachen Abluftanlagen, die ihre Zuluft über die Fassade erhalten, sind die deutlich höheren Kosten, sowie der Platzbedarf für das doppelte Kanalsystem. Genau dieser Punkt erschwert vor allem den nachträglichen Einbau in bestehenden Gebäuden. Aber auch der Nutzer ist entscheidend. Messungen in selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern zeigen den Erfolg dieser Technik. Der psychologische Grund: Hat ein Häuslesbauer erst einmal 10.000 Euro zusätzlich für die Energiesparlüftung ausgegeben, dann wünscht er sich auch einen Erfolg dieser Investition und verhält sich dementsprechend. weiterlesen »

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