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Arno Kuschow

Arno Kuschow Arno Kuschow ist Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Eco Casa GmbH in Güster bei Hamburg, die sich mit der Planung und Bauregie von Energiesparhäusern und Passivhäusern befasst.

Basis seiner Tätigkeit ist ein Architekturstudium und die Mitarbeit im Planungsbüro einer größeren Zimmerei und Holzgroßhandlung Ende der achtziger Jahre. Hier kam Kuschow nach Betreuung einiger handwerklich gefertigter Holzrahmenbauhäuser in Kontakt zu schwedischen Lieferanten von Hausbausätzen in Holztafelbauweise. Mehrere Skandinavienexkursionen folgten. Schon damals, zwanzig Jahre früher als in Deutschland, war dort das Thema energiesparende Gebäudekonstruktionen und die dazu passende Haustechnik aktuell – insbesondere in Schweden. Seither begleiten die Themen Wohnungslüftung, Wärmerückgewinnung sowie Wärmepumpen Kuschow bei seinen Projekten.

Neben der energiesparenden Haustechnik hat sich Kuschow in den vergangenen Jahren auch mit ökologischen Baustoffen, insbesondere Dämmmaterialien, beschäftigt. Dies ermöglicht ihm nach eigenen Angaben heute, sehr konsequent natürliche Häuser zu planen und zu errichten, die gleichzeitig auch technisch auf dem neuesten Stand sind – also "Öko light" im besten Sinne: ökologisch ohne jede Einschränkung beim Komfort.

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Es ist noch gar nicht so lange her, da war das durchschnittliche Wohnhaus technisch noch nicht so weit weg vom Platz am Lagerfeuer: Eine nur mäßig effiziente Feuerungsanlage, ein Schornstein der dank hoher Abgastemperatur ordentlich zog und eine Gebäudehülle, die die Wärme über Transmission und Konvektion nur so herausschleuderte. Aber seitdem Energie richtig Geld kostet und die fossilen Quellen immer erkennbarer knapp werden, ist in wenigen Jahren alles anders geworden –  von der ersten zaghaften Wärmeschutzverordnung über diverse Stufen der EnEV nähern wir uns dem rechnerischen Nullverbrauch an.

Um in diesem Wettbewerb überhaupt noch zu punkten, muß man die unsichtbare Linie überspringen, vom Energieverbrauch zum Energieüberschuß, je nach verbaler Fantasie. Dann ein Energie-Gewinn-Haus oder Plusenergiehaus planen und bauen. Aber wie kommt man da hin, welche Wege gibt es, wo lauern Fallen? Und wo werden bloß Nebelkerzen gezündet?

Grundsätzlich benötigt jedes Wohnhaus erst mal Energie für die Raumwärme, für die Erzeugung von warmem Wasser, für Beleuchtung und technische Geräte vom Herd über Fernseher, PC etc. Andererseits können Gebäudebestandteile in der Umwelt vorhandene Energie einfangen und nutzbar machen. weiterlesen »

„Energiesparhaus, Passivhaus, Heizen nur über die Lüftung, CO2-neutrales Heizen mit Holz, wassergeführter Kaminofen“ – tolle Schlagworte, denen man erst mal gar nichts entgegen setzen möchte. Es sei denn, man soll es bauen und verantworten. Diesen Fall hatte ich kürzlich in einer Beratung für ein anzubietendes Haus, natürlich mit Gebäudehülle in höchstem Energiesparstandard:

Eine Flächenheizung war unerwünscht wegen massiver Dielen, aufgrund der Passivhaus-„Propaganda“ für die Luftheizung hatten die Interessenten ohnehin nicht die Absicht, ein wassergeführtes Heizungssystem zu installieren. Nun lag die Aufgabe für mich darin, dass ein wassergeführter Ofen einen Wärmetauscher im Zuluftstrom „füttert“! Dazu natürlich die direkte Ofenwärme. Das hört sich ja erst mal gut an: der Ofen macht richtig warmen Vorlauf, sollte also reichen, genug Wärme in die Zuluft zu kriegen – wenn da nicht die drohende Staubverschwelung wäre, schon mal ein dicker Minuspunkt! weiterlesen »

Solarkollektor. Bild: Bomatherm

Solarthermische Anlagen auf den Dächern von Einfamilienhäusern gehören mittlerweile zum täglichen Bild – sowohl in Neubaugebieten als auch auf älteren Bestandsgebäuden sind sie zu einem vorzeigbaren Öko-Symbol für jedermann geworden.

Bei den Größen der installierten Anlagen frage ich mich allerdings des Öfteren, ob da ein Fachplaner dabei war oder ein guter Verkäufer möglichst viele Kollektoren in den Vertrag hineingeschrieben hat.

Weshalb?

Wenn man eine solarthermische Anlage betrachtet und ermittelt, wann sie welche Leistung erbringt wird man feststellen, dass im Sommerhalbjahr fröhlich Leistung abgerufen werden kann, es also immer für die Brauchwasserbereitung reichen wird, wenn es auf den Winter zugeht aber die Leistung schnell zusammenbricht – bei Vakuumröhren später als bei Flachkollektoren – aber die Kurven sind eindeutig: im Winter kommt sehr wenig bis überhaupt nichts an Wärme an – und auch ganz viele Kollektoren multipliziert mit Null bleibt Null! weiterlesen »

Immer wieder kommt es zu kontroversen Diskussionen, die erbittert bis aufs Messer geführt werden, wie dicht eine Gebäudekonstruktion sein soll.

Für einen Neubau ist die Dichtheitsanforderung Stand der Technik und einzuhalten, aber viele „alte Recken“ des Bauwesens wehren sich heftig dagegen. Auf den ersten Blick sollte man meinen, dass es dazu eine einzige Wahrheit geben müsste. Tatsächlich haben aber alte ungedämmte Bauten ein Problem, wenn einfach nur dicht gemacht wird – beim Einbau neuer Fenster zum Beispiel.

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Heizen ist nicht nur Last sondern auch Lust, das Spiel mit dem Feuer hat seit der Steinzeit nicht an Reiz verloren. Und so wünscht sich die vorausschauende Bauherrschaft auch im Passivhaus schon mal ein sichtbares Feuer hinter dem Glas eines schönen Kaminofens!

Klassische Antwort auf diesen Wunsch ist aber in Passivhaus-Kreisen meist, dass das nicht gehe oder zumindest nicht sinnvoll sei. Diese Auffassung kann ich überhaupt nicht teilen, man muß nur zusehen, dass man das passende Umfeld dafür schafft. weiterlesen »

Wenn man etwas über Passivhäuser liest kommt ganz weit vorn die Aussage, es sei in der Konstruktion zwar etwas teurer, wird dann aber immer gleich relativiert mit der Aussage, dafür brauche man aber keine Heizung.

Leider setzt sich diese vereinfachende und nicht ganz zutreffende Feststellung in den Köpfen der Interessierten bis hin zu Architekten und Bauingenieuren fest und wird zum Dogma, das schwer wieder aufzubrechen ist.

Tatsächlich kann ein Passivhaus einen sehr großen Teil des Wärmebedarfs über die Nutzung von internen und solaren Wärmegewinnen decken, die extrem gute Dämmung, Wärmerückgewinnung und solare Ausrichtung helfen dabei. Trotzdem verbleibt aber ein restlicher Wärmebedarf der ökonomisch und ökologisch vertretbar gedeckt werden muß. weiterlesen »

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