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Die Bundestagswahl nähert sich. Mittlerweile haben alle im Bundestag vertretenen Parteien ihre Programme vorgelegt. Ich habe sie für Sie durchgeackert und die für Gebäudesanierung, Wohnungsbau, Mieten sowie Umstieg auf Erneuerbare Wärme und effiziente Heizungen relevanten Passagen zusammengestellt.
Was ist mir dabei aufgefallen? Oft hatte ich in den vergangenen Monaten den Eindruck, dass Wärmeversorgung in politischen Debatten kaum vorkommt. Stimmt schon, auch für die Parteiprogramme zur Bundestagswahl. Doch beim genaueren Hinschauen findet man doch die eine oder andere Idee auch zum Umbau des Wärmemarkts und zur Gebäudesanierung.

Die CDU/CSU setzt auf Information: „Mit besseren Informationen über sparsame Geräte, Heizungen und eine Beratung über die sinnvolle Dämmung unserer Häuser wollen wir auf die großen Einsparmöglichkeiten hinweisen.“ Sie hat zudem als einzige Partei das Thema steuerliche Anreize für die Gebäudesanierung in ihr Programm aufgenommen. Die Länder sollen außerdem eine Mietpreisbremse einführen dürfen.

Bündnis 90/Die Grünen haben zum Beispiel die Idee ihres Energiesparfonds in das Wahlprogramm aufgenommen. Der soll verwendet werden, um die Sanierungsquote zu erhöhen. Außerdem setzen die Grünen sich auch mit dem Thema Wärmeversorgung auseinander. Im Mittelpunkt stehen Erneuerbare, als einzige Partei machen die Grünen aber auch Energieberatung zum Thema. Sie fordern ebenfalls eine Begrenzung der Mieterhöhungen.

Die FDP besteht auf Marktwirtschaft und ist gegen eine Pflicht zur Gebäudesanierung. Sie spricht sich im Wärmebereich für ein Mengenmodell aus, das die Großhändler von Öl und Gas verpflichtet, einen bestimmten Anteil erneuerbarer Wärme auf den Markt zu bringen.

Die SPD macht das Kompetenzgerangel bei der Energiepolitik zum Thema ihres Wahlprogramms und beklagt, dass es keine abgestimmte Energiepolitik gebe. Zu den Kernzielen gehören der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Umsetzung von Maßnahmen für höhere Energieeffizienz. Sie tritt für eine Obergrenze bei Mieterhöhungen ein.

Bei der Partei Die Linke stehen die Deckelung der Mietpreise und die Einführung eines Energiesparfonds im Mittelpunkt. Der Fonds soll einkommensschwache Haushalte bei der Gebäudesanierung unterstützen.

So, nun sind Sie dran. Setzen Sie sich mit den Programmen der Parteien auseinander und machen Sie auch das Thema Energieeffizienz, Umstieg auf Erneuerbare und Gebäudesanierung zu einem Kriterium für Ihre Wahlentscheidung. Diskutieren Sie mit, wir geben Ihre Anregungen und Fragen an die Politik weiter. Vor allem aber: Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und gehen Sie am 22. September zur Urne. Wer nicht wählt, darf nachher auch nicht jammern, gelle!
Ich freue mich auf eine rege Debatte,
Ihre Pia Grund-Ludwig

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Eine Antwort auf “Konzepte zur Energiewende, Sie haben die Wahl”

  1. […] nicht der Erste, der sich zu diesem Thema äußert. Auch Pia Grund-Ludwig hat sich schon im Juni die Wahlprogramme im Hinblick auf die Gebäude, Wohnungsbau und erneuerbare Wärme durchgelesen. Man kann sich die Programme einzeln besorgen und durchlesen, oder wie Thorsten Zoerner es auch […]

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