In einem Beitrag auf der Homepage nimmt der NDR Wärmedämmung ins Visier. Das ist gut, sachliche Information zum Thema tut Not. Viel Neues enthält der Beitrag aber nicht. Der GIH, ein Verband von Energieberatern, wirft ihm zudem Parteilichkeit vor.
In der Tat fällt auf, dass der Text viele Behauptungen und wenige Belege enthält. Eine dieser Behauptungen zur Energieberatung: „In Deutschland werden meist Komplettlösungen mit Wärmedämmverbundsystemen empfohlen.“ Das mag stimmen, aber Zahlen nennt der Beitrag dazu ebenso wenig wie Zitate. In einer Generalschelte wird stattdessen der Eindruck erweckt, dass Energieberater häufig parteilich und interessengeleitet beraten.
Eine weitere Behauptung zur Energieberatung: „Auf Grundlage der U-Werte von Dämmmaterialien werden Rückschlüsse auf die Heizkosten-Ersparnis gezogen.“ Dazu gibt es immerhin ein Zitat eines Architekten. Das belegt allerdings nicht, dass Energieberater tatsächlich alleine aus dem U-Wert eines Materials Kosteneinsparungen berechnen. Dazu gibt es keinen konkreten Hinweis, etwa Unterlagen aus einer Energieberatung, in denen so verfahren wurde. „Neben dem U-Wert des Dämmmaterials spielt auch die Wärmedurchlässigkeit von Fenstern, Türen oder dem Dach eine wichtige Rolle“, sagt dieser Architekt. Damit hat er Recht. Aber das ist eine Binsenweisheit, die jeder Energieberater kennt, und nicht nur der.
Interessant ist auch, welcher Architekt zu Wort kommt: Es ist Konrad Fischer. Er hält die Informationen zum Klimawandel generell für gelogen, wer anderes behauptet, wird auf seiner Webseite schon mal als „Ökofaschist“ abgekanzelt. So jemand kann natürlich als Experte zu Wort kommen, muss aber nicht. Zumal es viele profilierte und seriöse Architektinnen und Architekten gibt, die sich mit Wärmedämmung kritisch und profund auseinandersetzen. Kritik an Energieberatern und an der Art und Weise wie Häuser gedämmt werden mag in manchen Fällen angebracht sein, so ist sie destruktiv und einseitig.
Auf ein wirkliches Problem verweist der Beitrag allerdings: Es gibt bislang nur erste Ansätze zur Qualitätssicherung für Energieberatung, die Berufsbezeichnung Energieberater ist nicht geschützt. Allerdings müssen Energieberater, die staatliche geförderte Beratung anbieten wollen, sich schon lange in eine Liste des Bafa eintragen und dabei auch eine Qualifikation nachweisen. Die Protokolle der Beratung müssen schriftlich vorliegen. Die Berater sind zur Produktneutralität verpflichtet. Spannend wäre nun gewesen herauszufinden ob dagegen in großem Umfang verstoßen wird. Diesen Beweis, und sei es nur in einem Fall, bleibt der Beitrag aber schuldig.
Er geht zudem vom dümmsten aller anzunehmenden Hausbesitzer aus: „Bei den Kalkulationen wird oft ein zu hoher bisheriger Energieverbrauch angenommen. Das funktioniert, weil die wenigsten Hausbesitzer den exakten Energieverbrauch ihrer Immobilie kennen, denn er ist schwer zu ermitteln.“ Diese Behauptung ist kühn. Ein Hausbesitzer kann den Energieverbrauch anhand der Rechnung für Öl, Gas oder Fernwärme ermitteln, dazu genügen wenige Schritte. Warum das schwierig sein soll erschließt sich nicht wirklich. Schwer ist das nur dann, wenn komplette Gebäudebestände etwa einer Stadt oder eines Landes betrachtet werden und nicht einzelne Objekte. Und wird ein Hausbesitzer ein Sanierungsprojekt angehen ohne auch nur den Energiebedarf zu kennen? Das darf bezweifelt werden.
Sicher gibt es unter Energieberatern Handwerker, die schlecht ausgebildet sind und mies beraten, genauso wie es gut und schlecht recherchierende Journalistinnen und Journalisten gibt und manche Bäcker, die schmackhaftes und andere, die pappiges Brot backen. Für die Hausbesitzer sinnvoller wäre ein Beitrag gewesen der ihnen zu erkennen hilft wer sie abzockt und wem sie trauen können.
acf am 13. Dezember 2011 um 14:25
„In Deutschland werden meist Komplettlösungen mit Wärmedämmverbundsystemen empfohlen.“
Warum wohl? Weil BAFA und KfW dieses propagieren. Die besten Fördermittel gibt es nur eben bei diesen Komplettlösungen. Vielen Kunden ist ein Födermittelgeschenk des Staates enorm wichtig – ähnlich wie bei der Abwrackprämie der Autos. Meistens ist jedoch eine kleinere Lösung wesentlich wirtschaftlicher, was aus jeder Energieberatung auch belegbar hervorgeht. Schon ziemlich krass, wenn uns Energieberatern jetzt per schlechtem Journalismus bescheinigt wird, geldgierige Falschberater zu sein…
Wolfgang Köster am 13. Dezember 2011 um 17:19
Ich darf mal zitieren:
“Sicher gibt es unter Energieberatern Handwerker, die schlecht ausgebildet sind und mies beraten,”
Stellen Sie sich vor, es gibt auch Energieberater die keine Handwerker sind, beispielsweise Architekten oder Bauingenieure, die ebenfalls mies beraten. Eine Qualitätssicherung wäre wirklich angebracht.
Sascha am 15. Dezember 2011 um 22:12
Ich kann nichts gegen Konrad Fischer sagen. Durch seine Homepage habe ich wichtige physikalische Zusammenhänge (Temperatur, Luftfeuchte, Taupunkt etc.) begriffen und verinnerlicht. Er zeigt systematisch Fehler auf und erklärt die Ursachen. Die deutlich sichtbaren Schäden an den WDVS sprechen doch eine deutliche Spache.
Ich war auch der Überzeugung, dass Dämmung hilfreich ist, heute bin ich überzeugt, dass der ausgeglichene Feuchtigkeitshaushalt wichtiger ist, als Heizenergie um jeden Preis einzusparen. Was nützt das Energiesparwunder, wenn es nach 20 oder 40 Jahren verschimmelt ist, wo der massive Ziegelbau 100 oder 200 Jahre hält?
Warum wird die Einstrahlung der Sonne auf die massive Außenwandkonstruktion nirgends in der Dämmstoffbranche diskutiert?
Warum muss die energetische Sanierung staatlich gefördert werden? Wenn es sich doch so sehr lohnt, warum verkauft es sich nicht von selbst?
Warum legen Genossenschaften die Verbrauchsdaten vor und nach einer Sanierung nicht offen und prahlen mit den Vorteilen der Sanierung?
Es sind immer nur die Hersteller, welche die Vorteile anpreisen? Glückliche Wohnungsgesellschaften mit energetisch sanierten Fassaden gibt es etwa nicht?
Warum nimmt der Schimmelbefall in den Wohnungen in Deutschland zu, wo doch immer mehr Häuser energetisch saniert werden und sich das Wohnklima nach der Werbung der Hersteller eigentlich verbessern müsste?
Warum kommt man in den modern ausgebauten Dachgeschosswohnungen im Sommer vor Hitze fast um?
Viele Fragen eine Antwort:
Wärmedämmung funktioniert nicht so, wie vom Hersteller beworben.
Sie kann auffeuchten, den Dämmwert verlieren und ist nicht mehr trocken zu bekommen. Den Ziegelbau kann ich trockenheizen, dann ist er wieder voll funktionsfähig für die nächsten Jahre.
Außerdem, warum wird die Strahlungsheizung nicht stärker publiziert?
Mit Omas Ofen im alten Ziegelbau war es auch im tiefsten Winter bei zwei mal Heizen am Tag schön warm.
Henrik am 19. Dezember 2011 um 10:04
“Sicher gibt es unter Energieberatern Handwerker, die schlecht ausgebildet sind und mies beraten (..)”
Wie kommen Sie darauf, dass Handwerker mies beraten. Finden Sie das nicht etwas arrogant. Was ist mit all den gut ausgebildeten Energieberatern im Handwerk, die Sie mit solch Pauschalaussagen schlechtmachen?
Ihr Beitrag ist damit auch nicht besser als der, den Sie anprangern!
Jürgen am 19. Dezember 2011 um 10:50
Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen sich berufen fühlen, über Dinge zu berichten, von denen sie nicht die geringste Ahnung haben. Jedenfalls haben Herr Fischer, Sascha, Tierärtze und Meterologen keine bis wenig Ahnung von Gebäudesanierungen und Bauphysik. Können sie aber auch nicht, weil ihnen offensichtlich die dazu erforderliche umfangreiche praktische Erfahrung fehlt.
Und es ist wie bei allen Dingen, wenn etwas falsch gemacht wird, kann auch nur Fehlerhaftes entstehen.
Ich werde natürlich nicht im Einzelnen auf die wirren und zum Teil grob falschen Aussagen verschiedener Akteure eingehen, um das Gegenteil zu beweisen, da mir dazu meine Zeit zu schade ist. Und Weihnachten steht vor der Tür!
Aber ich kann allen versichern, dass ich nach weit über 100 hergestellten KfW-Effizienzhäusern jedem hundertfach beweisen kann, dass es keinen Schimmel (mehr) gibt, Einsparungen von 50 bis 70 % erreicht worden sind, der sommerliche Hitzeschutz verbessert ist und sich alle Bewohner, Mieter wie Vermieter, “pudelwohl” in den Gebäuden fühlen.
Und mit dem Specht hatte ich bisher auch Glück.
Pia Grund-Ludwig am 22. Dezember 2011 um 09:01
Ich wollte mich nun noch einmal in die Debatte um Energieberatung einschalten. Zunächst mit einer Vorbemerkung zu Wolfgang Köster: Schelte der Handwerker war nicht meine Absicht. Die liegt mir fern. Aber es gibt, wie in jedem Beruf, auch bei Energieberatern (egal, ob das Handwerker, Ingenieure oder Architekten sind), solche, die ihren Job gut und mit Sachverstand erledigen und andere, die das nicht tun. Im Beitrag des NDR, und um den ging es mir in meinem Blog-Text, werden alle über einen Kamm geschoren. Das ist undifferenziert und führt zu einem falschen Zungenschlag gegen Energieberatung und Gebäudesanierung generell. Das halte ich für schwierig, es birgt die Gefahr, dass es Verbraucher verunsichert und davon abhält, sinnvolle Sanierungsmaßnahmen anzupacken. Aus Sicht der Verbraucher halte ich aber die Qualitätssicherung in der Energieberatung für unbedingt notwendig. Zwei Punkte sind aus meiner Sicht hierbei essentiell: Die Beratung muss fachlich korrekt und neutral sein, und sie muss sich auch an dem orientieren, was die Hausbesitzer finanziell leisten können.
@adf Sie schreiben, Bafa und KfW propagierten Komplettlösungen mit Wärmedämmverbundsystemen. Das verstehe ich nicht, es gibt doch glücklicherweise wieder die Möglichkeit, per KfW-Kredit auch Einzelmaßnahmen durchzuführen? Wie meinen Sie das?
Kritisch finde ich vielmehr, dass Hausbesitzer Handwerkerleistungen nicht steuerlich absetzen können, wenn die Maßnahmen mit einem zinsvergünstigten Kredit finanziert werden. Wer die Sanierung aus Ersparnissen bezahlen kann, wird also belohnt. Wer keine Rücklagen bilden kann verliert Steuervorteile. Das halte ich nicht für gerecht.
@Sascha Sie sprechen in Ihrem Beitrag wichtige Punkte an. Was stört mich an Konrad Fischer? Sein Fanatismus, und dass er Wissenschaftler, die auf die Klimakatastrophe hinweisen, als Ökofaschisten bezeichnet. Menschen die so argumentieren begegne ich persönlich mit großem Mißtrauen. Es gibt viele seriöse Architekten, die auf von Ihnen genannten Probleme mit WDVS hinweisen. Fischer zähle ich nicht dazu.
Zu Ihren weiteren Argumenten: Es stimmt nicht, dass Genossenschaften Zahlen zum Energieverbrauch vor und nach der Sanierung generell nicht offenlegen. Zahlen zu Energieverbräuchen nach Sanierung bei Wohnungsbaugenossenschaften gibt es, darüber haben wir auch in unserem Online-Magazin immer wieder berichtet. Ich sehe aber natürlich auch die Schwierigkeit, dass man kaum an Informationen über die Sanierungsobjekte kommt, die nicht gut funktionieren. Kein Bauherr gibt gerne zu, dass geplante Einsparungen nicht realisiert werden konnten. Aus meiner Sicht gibt es nach der Förderung zu wenig Qualitätskontrolle. Reduzieren sich die Verbräuche wirklich so wie angenommen und im Förderstandard vorgeschrieben? Ist eine spannende Frage, finde ich. Freue mich auf weitere spannende Beiträge und wünsche einstweilen allen Leserinnen und Lesern und Mitdiskutanten unseres EnBauSa-Blogs entspannte und erholsame Weihnachtstage.
Energeizer am 16. Januar 2012 um 11:49
Mich stört die Reduzierung der Diskussionen auf Dämmung. Sascha schreibt richtig: “Außerdem, warum wird die Strahlungsheizung nicht stärker publiziert?
Mit Omas Ofen im alten Ziegelbau war es auch im tiefsten Winter bei zwei mal Heizen am Tag schön warm.”
Konrad Fischer schreibt in einem aggressiven und provokanten Stil, klappern gehört zum Handwerk! Aber er bezieht sich durchaus in den meisten Thesen auf Messungen und Dokumentationen bekannter Architekten und Professoren. Ich bin selbst Bauingenieur und habe in Fischers Schriften noch nichts gefunden, was ihm fachlich vorzuwerfen wäre. Leider fand ich umso mehr in den Vorschriften der Energieeinsparverordnung EnEV und in den lobbyistisch gesteuerten Empfehlungen und Broschüren halbstaatlicher und staatlicher Claqueure.
Früher war ein Haus auch noch nach 50 Jahren wohngesund und beheizbar. Die Fassaden konnten ausgebessert werden und Lüftung funktionierte ohne die mechanischen Lüftungsgeräte, die neben Schadstoffkonzentrationen auch noch die Bewirtschaftungskosten enorm in die Höhe treiben.
Auch Konrad Fischer — und nicht nur dieser !!! – stellt Messwerte zur Verfügung und führt den Nachweis, dass es einfacher, gesünder und besser geht. Und allesamt führen sie auch nachvollziehbare Beispiele an, die nachweisen: Dämmung der Fassaden bringt nicht immer was. Dämmungen anderer Bauteile sind angezeigter und rentabler.
Ich habe selbst einige Energieausweise erstellt: Wenn ich dann die Maßnahmen zur Sanierung durchrechne, komme ich bei Fassadendämmungen nie unter eine Amortisationszeit von 60 Jahren.
Nicht umsonst bieten jetzt nahezu alle Ziegelhersteller wieder Energiesparziegel an, die KEINE Fassadendämmung erfordern. Gleichzeitig bieten diese Ziegelhersteller Formteile für in Ziegelelmente integrierte Flächenheizungen und gar Fertigdecken als Klimadecken an, die als Wirksystem die Strahlungswärme nutzen. Viele, viele weitere Hersteller laborieren mit Strahlungsheizungen und bauen diese erfolgreich in Betondecken, Lehmschichten oder jetzt auch in Gipspaneelen oberflächennah ein.
Ich denke, dass auch Konrad Fischer einen massgeblichen Anteil an der bauphysikalischen Betrachtung – unabhängig von Hersteller-Nebelkerzen – der Bautechnik hat. in der Schweiz gab es einen Urs Beeler mit seiner Mythenpost, der auch mit Daten und Fakten arbeitete und deswegen ebenfalls von vielen Seiten angegriffen wurde. Jetzt ranken sich Mythen um seinen viel zu frühen Tod…
Arno Kuschow am 27. Januar 2012 um 12:54
Es lässt sich scheinbar nicht vermeiden, daß wir hier über Ziegel”physik” diskutieren müssen.
)
Konrad Fischer und seine Anhänger vertreten diese Pseudowissenschaft die immer wieder mit scheinbar einfachen “Wahrheiten” argumentiert, in Wirklichkeit aber pseudowissenschaftlichen Unfug verbreitet.
Da wird angeführt, daß schwere ungedämmte Wände die Wärme speichern würden und dadurch Wärmeschutz bestünde, ignorieren dabei aber völlig, daß die schwere Steinwand nicht die Intelligenz besitzt zu wissen, wohin sie am Abend denn die Energie abgeben soll und entscheidet sich rein physikalisch: nach aussen eben, weil dahin die Temperaturdifferenz größer ist – somit ist die Wärme weg und nicht im Raum nutzbar!
Wärmestrahlung ist immer wieder das Thema, daß die tiefstehende Sonne eine Wand ohne Dämmung aufheizen würde, die gedämmte aber nicht, abgesehen davon, daß das laut Strahlengesetz nicht stimmt, kann man wieder auf den oben schon angesprochenen Punkt kommen: die Wand weiß nicht, wohin sie die Wärme für den menschlichen Bedarf geben soll, sie “verwaltet” die Wärme nicht!
Wenn man dem Strahlengefasel weiter zuhört und dabei nicht kritisch bleibt, kommt man irgendwann zu dem Ergebnis, daß man auch im Winter nicht frieren muß, weil der Polarstern ja scheint
Eine warme Winterjacke macht nach Fischer und Ziegel”physik” dann auch keinen Sinn…..
also einfach nachdenken und die Ziegelphysik-Clowns ignorieren, ihnen aber auf keinen Fall eine Bühne bieten, mittels derer sie zur Verdummung beitragen!
Und Fischer kommt aus dem Denkmalschutz, der hat einen ganz anderen Hintergrund: da ist das verdecken von alten Steinfassaden eine Architektursünde – das muß ich aber nicht für einen normalen Nutzbau übernehmen!
Und klar, wenn ich den Kölner Dom heizen will, dann nur für den Augenblick einer Veranstaltung, dann macht eine Strahlungsheizung ohne Dämmung einen Sinn – aber auch nur dann!
Im normalen Wohnbau mit gleichmäßiger Temperierung müssen über die Zeit auch die angestrahlten Wände und andere Bauteile auf Temperatur gebracht werden, ansonsten würden die Bewohner ja ihre Wärme an die kalten Bauteile strahlen und doch wieder frieren!
Und was die Nachplapperer hier schon abgesondert haben bis hin zu Verschwörungstheorien über ähnliche Gestalten: unglaublich und auch unglaublich dumm!
Gruß
Arno Kuschow
Arno Kuschow am 7. Februar 2012 um 21:25
Ich leg gleich noch mal nach, was die Wirksamkeit von Dämmung und richtiger Konstruktion sowie Heiztechnik angeht. Email-Eingang am Montag 06. Februar 2012 um 20:31 Uhr, eine Kundin hat neugierigerweise mal ihre Wärmepumpe im KfW-40-Haus beobachtet und wie folgt geschrieben:
“Hallo Arno,
VL aktuell 29,8 bei 26,1 SOLL-RL bei -16,5 Grad AT. Raum innen (ohne kamin) 21, 7 ist im wohnzimmer und 20,4 Grad im OG.
Konnte erst so spaet nachschauen, da erst vor 20 min die WP ansprang….. Die letzten 2 stunden war sie aus bzw nur zyklisch die heizkreispumpe an.
Ich grinse einfach mal breit und beglueckwunsche uns zu deiner guten planung!”
So lange ich derartige Rückmeldungen kriege, weiß ich, wo die richtige Seite der Argumentation ist und Konrad F. und seine Gurus dürfen gern in ihrem vom Polarstern strahlungserwärmten Steinbruch vor sich hin frieren !
Und wenn Sascha schreibt:
“Außerdem, warum wird die Strahlungsheizung nicht stärker publiziert?
Mit Omas Ofen im alten Ziegelbau war es auch im tiefsten Winter bei zwei mal Heizen am Tag schön warm.”
dann frage ich mich, wie alt Sascha wohl ist, ob er tatsächlich eine reale Erinnerung an die alten Häuser mit Ofenheizung hat, von wegen zwei mal heizen und schön warm, ständig Holz und Kohle einschmeißen, damit man in einem kleinen Radius um den Ofen herum es irgendwie aushalten kann. Die Eisblumen an den Fenstern waren zwar optisch hübsch, aber das heißt auch, daß es INNEN vorm Fenster unter Null Grad Celsius war!
Was bringt die Leute also zu solchen widersinnigen und sektenhaft anmutenden Aussagen?
Wie kann es sein, daß auch vermeintlich seriöse öffentlich rechtliche Anstalten solchem Blödsinn Raum geben?
Gruß
Arno Kuschow