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Man weite die Vor-Ort-Kontrollen in den Programmen Energieeffizient Bauen und Sanieren aus. Das hatte die KfW im November 2013 angekündigt. Das ist gut so, denn die Programme werden mit staatlichen Geldern bezuschusst. EnBauSa.de wollte nun gerne einen KfW-Berater begleiten, um sich selbst ein Bild von den Kontrollen zu machen. Das gehe nicht, es gebe zwar 2014 Kontrollen, aber nicht in nächster Zeit, so die Auskunft der Förderbank. Heißt, man ist mit der ersten Runde durch. Auch gut. Dann wüssten wir gerne, was bei den Kontrollen rausgekommen ist und mit was Bauherren rechnen müssen, bei denen sich Abweichungen zwischen dem der KfW gemeldeten Standard und der Realität ergeben.Doch da mauert die KfW. Die Ergebnisse seien intern und würden keinesfalls veröffentlicht. Dafür kann es mehrere mögliche Gründe geben, und keiner ist erfreulich. Der erste: es wurde nicht in nennenswertem Umfang geprüft. Durchaus möglich, denn eine Prüfung setzt die Kooperation der Hauseigentümer voraus. 420 Checks waren geplant, weitere sollten 2014 folgen, hieß es Ende 2013. Nun spricht die KfW gegenüber EnBauSa.de von Prüfungen im „unteren dreistelligen Bereich“. Kann also sein, dass es deutlich weniger sind als geplant. Der zweite mögliche Grund für die Zurückhaltung: Es kam zu erheblichen Abweichungen zwischen Planung und Realität. Das halten unabhängige Beobachter, die Gutachten zu Sanierungsvorhaben erstellen, für durchaus möglich. Dritter möglicher Grund: Würde man Abweichungen festhalten und öffentlich machen müsste klar sein, wer für Nachbesserungen zuständig ist und diese verantworten und bezahlen muss. Aus Sicht der KfW scheint klar zu sein, dass hier nur der Hausbesitzer und nicht der Berater in der Pflicht ist.

Egal wie: Es müssen nach der Kontrolle der Sanierung mit KfW-Mitteln valide Zahlen zur Sanierungsqualität auf den Tisch. Hier ist kein Platz für Gemauschel.

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Eine Antwort auf “Ergebnisse der Vor-Ort-Kontrollen müssen auf den Tisch”

  1. Dipl.-Ing. Axel Creifelds am 28. November 2016 um 17:05

    Hallo,
    hieran hat sich bis heute leider Nichts geändert.
    Zunehmend stelle ich fest, dass nach KfW zertifizierte Gebäude deutlich mehr Energie verbrauchen, als nach dem jeweiligen Effizienz-Status zu erwarten wäre, wenn man tatsächliche Verbräuche auf genormte EnEV bzw. KfW Standards zurückrechnet. Damit wäre der jeweilige KfW Standard dann nicht erreicht.
    Problem hierbei die Haftung, die allein der ahnungslose und fachunkundige Bauherr übernehmen muß.
    Bei Nachweis des Tatbestandes müßte die gesamte Geschichte rückabgewickelt werde. Den Aufwand und die Kosten kann sich kaum ein Bauherr leisten, daher werden diese Kröten geschluckt.
    „Energieberater“ füllen bunte Papierchen in Nachweisen und Ausweisen aus, was nachher in der Praxis tatsächlich passiert, interessiert scheinbar Niemanden.
    Ein Schelm, Wer hierbei Böses denkt 😉

    v.G.

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