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Beiträge zu Lüftung & Klima

Fassade Passivhaus

Silke Thole würde jederzeit wieder ein Passivhaus bauen. Bild: Berres

Gott sei dank, es wird Frühling. Schon seit einigen Tagen zeigt das Hygrometer im Wohn-Essbereich meines Passivhauses deutlich über 40 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit an. Endlich! Über den Winter betrug die Luftfeuchtigkeit regelmäßig zwischen 20 und 30 Prozent – nach einhelliger Expertenmeinung viel zu wenig für ein gesundes Wohnklima.

Seit über 10 Jahren leben wir nun mit diesen niedrigen Luftfeuchtigkeitswerten im Winter – eine wirklich überzeugende Lösung des Problems haben wir bislang nicht gefunden, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass es von der Passivhaus-Szene jahrelang totgeschwiegen und schlicht als “nicht existent” eingestuft wurde. “Sie müssen halt den Luftwechsel Ihrer Lüftungsanlage möglichst niedrig einstellen, damit nicht so viel trockene Luft von außen nachkommt”, so der Rat mehrerer Experten. Die meisten beteuerten, dass ich absolut die Einzige Passivhausbewohnerin sei, die über zu geringe Luftfeuchtigkeit klage. Ich dagegen kenne eine ganze Reihe Passivhausbewohner, die mit diesem Problem kämpfen. weiterlesen »

„Energiesparhaus, Passivhaus, Heizen nur über die Lüftung, CO2-neutrales Heizen mit Holz, wassergeführter Kaminofen“ – tolle Schlagworte, denen man erst mal gar nichts entgegen setzen möchte. Es sei denn, man soll es bauen und verantworten. Diesen Fall hatte ich kürzlich in einer Beratung für ein anzubietendes Haus, natürlich mit Gebäudehülle in höchstem Energiesparstandard:

Eine Flächenheizung war unerwünscht wegen massiver Dielen, aufgrund der Passivhaus-„Propaganda“ für die Luftheizung hatten die Interessenten ohnehin nicht die Absicht, ein wassergeführtes Heizungssystem zu installieren. Nun lag die Aufgabe für mich darin, dass ein wassergeführter Ofen einen Wärmetauscher im Zuluftstrom „füttert“! Dazu natürlich die direkte Ofenwärme. Das hört sich ja erst mal gut an: der Ofen macht richtig warmen Vorlauf, sollte also reichen, genug Wärme in die Zuluft zu kriegen – wenn da nicht die drohende Staubverschwelung wäre, schon mal ein dicker Minuspunkt! weiterlesen »

Immer wieder kommt es zu kontroversen Diskussionen, die erbittert bis aufs Messer geführt werden, wie dicht eine Gebäudekonstruktion sein soll.

Für einen Neubau ist die Dichtheitsanforderung Stand der Technik und einzuhalten, aber viele “alte Recken” des Bauwesens wehren sich heftig dagegen. Auf den ersten Blick sollte man meinen, dass es dazu eine einzige Wahrheit geben müsste. Tatsächlich haben aber alte ungedämmte Bauten ein Problem, wenn einfach nur dicht gemacht wird – beim Einbau neuer Fenster zum Beispiel.

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Wenn man etwas über Passivhäuser liest kommt ganz weit vorn die Aussage, es sei in der Konstruktion zwar etwas teurer, wird dann aber immer gleich relativiert mit der Aussage, dafür brauche man aber keine Heizung.

Leider setzt sich diese vereinfachende und nicht ganz zutreffende Feststellung in den Köpfen der Interessierten bis hin zu Architekten und Bauingenieuren fest und wird zum Dogma, das schwer wieder aufzubrechen ist.

Tatsächlich kann ein Passivhaus einen sehr großen Teil des Wärmebedarfs über die Nutzung von internen und solaren Wärmegewinnen decken, die extrem gute Dämmung, Wärmerückgewinnung und solare Ausrichtung helfen dabei. Trotzdem verbleibt aber ein restlicher Wärmebedarf der ökonomisch und ökologisch vertretbar gedeckt werden muß. weiterlesen »

Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung bieten erhebliches Potential zur Energieeinsparung, da sie einen Großteil der in der Abluft enthaltenen Wärme auf die Zuluft übertragen. Passivhäuser wären ohne diese Energiesparlüftungen kaum denkbar.

Nachteilig im Vergleich zu den einfachen Abluftanlagen, die ihre Zuluft über die Fassade erhalten, sind die deutlich höheren Kosten, sowie der Platzbedarf für das doppelte Kanalsystem. Genau dieser Punkt erschwert vor allem den nachträglichen Einbau in bestehenden Gebäuden. Aber auch der Nutzer ist entscheidend. Messungen in selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern zeigen den Erfolg dieser Technik. Der psychologische Grund: Hat ein Häuslesbauer erst einmal 10.000 Euro zusätzlich für die Energiesparlüftung ausgegeben, dann wünscht er sich auch einen Erfolg dieser Investition und verhält sich dementsprechend. weiterlesen »

Gründerinnen von EnBauSa

Gründerinnen von EnBauSa

Zum Einjährigen von EnBauSa – dem Online-Magazin zum energetischen Bauen und Sanieren – startet die Redaktion zusammen mit  dem Architekt Alfred Kerschberger und Arno Kuschow, Geschäftsführender Gesellschafter der Eco Casa GmbH nun das energetische Blog. Hier schildern die Autoren ihre Erfahrungen oder besonderen Projekte sowie die damit verbundenen Herausforderungen. Sie werden Missstände in der Sanierungsbranche benennen, auf aktuelle technische oder politische Entwicklungen eingehen und mit Leser/innen in Kontakt kommen, die die Kommentar-Funktion benutzen. Das EnBauSa-Team wünscht allen Besucher/innen des Blogs einen interessanten und spannenden Austausch.

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