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Beiträge zu Lüftung & Klima

„In drei bis vier Jahren ist KNX im B-to-C-Markt tot“, sagte vor kurzem der Smart-Home-Experte Bernd Kotschi am Telefon zu mir. Sprach’s  und schob gleich hinterher: „Das dürfen Sie ruhig so schreiben – auch wenn es ein Schock für die KNX-Branche ist, die das einfach nicht wahrnehmen will.“ Für die Vernetzung von privaten Hauswelten seien die leitungsgebundenen Systeme viel zu kompliziert und viel zu teuer, fuhr er fort – und ich wurde schlagartig daran erinnert, dass ich ja unseren geneigten Blog-Lesern noch einen Bericht in Sachen EIB-Bus bei mir zuhause schuldig bin. weiterlesen »

Einmal mehr hat die Frankfurter Messe Light & Building das Smarthome als Trendthema identifiziert. Und tatsächlich: Was da in der vergangenen Woche in den Messehallen an Szenarien für das vernetzte Haus der Zukunft präsentiert wurde, war beeindruckend – wieder einmal. Doch hat sich seit der Light & Building 2012 tatsächlich so viel getan?

„Das ist toll, das ist praktisch, das ist die Zukunft. Ich muss mein Haus darauf vorbereiten.“ So dachte ich schon vor über 13 Jahren bei der Planung des Hauses, in dem ich heute lebe. Ein Passivhaus – ich habe hier bereits mehrfach darüber berichtet. Mein Mann sah es ähnlich und so waren wir uns einig: unser Haus bekommt ein EIB-Bus-System. weiterlesen »

Kaum zu glauben: Endlich hat der Bundesrat sich zur Novelle der Energieeinsparverordnung geäußert, und das sogar mit ganz vernünftigen Vorschlägen. Besonders sympathisch ist mir die Ansage, die auch das Kabinett übernommen hat: Nach 30 Jahren soll die Heizung ausgetauscht werden. Bei Autos überlegt man nach zehn Jahren ob nicht mal ein neues Modell fällig ist, weil das doch so viel weniger Sprit verbraucht. Und bei der Heizung: Die tut doch noch, ist das Argument gegen einen Austausch. Aber verbraucht sie nicht vielleicht so viel Energie, dass sich ein Wechsel schon nach wenigen Jahren rechnet? Und lässt sich bei der Gelegenheit vielleicht gleich der Wunsch nach einer solarthermischen Unterstützung mit erfüllen? Da hätte man sogar über einen schnelleren Austauschrhythmus nachdenken können. weiterlesen »

90 Minuten TV-Duell zur Bundestagswahl und gefühlte 2 Minuten zur Energiewende. Sollte das alles gewesen sein, was die Spitzenkandidaten Angela Merkel und Peer Steinbrück zu diesem Thema auf der Pfanne haben? Von Ideen dazu, wie sich der Gebäudebestand fit machen lässt für die Anforderungen des Klimawandels ganz zu schweigen?

Dabei ist das Thema, wie sich Energieverbrauchs im Gebäudebestand nicht nur von energiepolitischer, sondern auch von hoher sozialpolitischer Relevanz. Schon jetzt heizen manche im Winter mehr alle Zimmer einer Wohnung, weil sie es sich nicht leisten können. Bei Menschen mit geringen und mittlerem Einkommen machen die Nebenkosten einen immer größeren Teil der Wohnkosten aus, und zwar die Kosten für Heizung. weiterlesen »

Fassade Passivhaus

Silke Thole würde jederzeit wieder ein Passivhaus bauen. Bild: Berres

Gott sei dank, es wird Frühling. Schon seit einigen Tagen zeigt das Hygrometer im Wohn-Essbereich meines Passivhauses deutlich über 40 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit an. Endlich! Über den Winter betrug die Luftfeuchtigkeit regelmäßig zwischen 20 und 30 Prozent – nach einhelliger Expertenmeinung viel zu wenig für ein gesundes Wohnklima.

Seit über 10 Jahren leben wir nun mit diesen niedrigen Luftfeuchtigkeitswerten im Winter – eine wirklich überzeugende Lösung des Problems haben wir bislang nicht gefunden, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass es von der Passivhaus-Szene jahrelang totgeschwiegen und schlicht als „nicht existent“ eingestuft wurde. „Sie müssen halt den Luftwechsel Ihrer Lüftungsanlage möglichst niedrig einstellen, damit nicht so viel trockene Luft von außen nachkommt“, so der Rat mehrerer Experten. Die meisten beteuerten, dass ich absolut die Einzige Passivhausbewohnerin sei, die über zu geringe Luftfeuchtigkeit klage. Ich dagegen kenne eine ganze Reihe Passivhausbewohner, die mit diesem Problem kämpfen. weiterlesen »

„Energiesparhaus, Passivhaus, Heizen nur über die Lüftung, CO2-neutrales Heizen mit Holz, wassergeführter Kaminofen“ – tolle Schlagworte, denen man erst mal gar nichts entgegen setzen möchte. Es sei denn, man soll es bauen und verantworten. Diesen Fall hatte ich kürzlich in einer Beratung für ein anzubietendes Haus, natürlich mit Gebäudehülle in höchstem Energiesparstandard:

Eine Flächenheizung war unerwünscht wegen massiver Dielen, aufgrund der Passivhaus-„Propaganda“ für die Luftheizung hatten die Interessenten ohnehin nicht die Absicht, ein wassergeführtes Heizungssystem zu installieren. Nun lag die Aufgabe für mich darin, dass ein wassergeführter Ofen einen Wärmetauscher im Zuluftstrom „füttert“! Dazu natürlich die direkte Ofenwärme. Das hört sich ja erst mal gut an: der Ofen macht richtig warmen Vorlauf, sollte also reichen, genug Wärme in die Zuluft zu kriegen – wenn da nicht die drohende Staubverschwelung wäre, schon mal ein dicker Minuspunkt! weiterlesen »

Immer wieder kommt es zu kontroversen Diskussionen, die erbittert bis aufs Messer geführt werden, wie dicht eine Gebäudekonstruktion sein soll.

Für einen Neubau ist die Dichtheitsanforderung Stand der Technik und einzuhalten, aber viele „alte Recken“ des Bauwesens wehren sich heftig dagegen. Auf den ersten Blick sollte man meinen, dass es dazu eine einzige Wahrheit geben müsste. Tatsächlich haben aber alte ungedämmte Bauten ein Problem, wenn einfach nur dicht gemacht wird – beim Einbau neuer Fenster zum Beispiel.

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Wenn man etwas über Passivhäuser liest kommt ganz weit vorn die Aussage, es sei in der Konstruktion zwar etwas teurer, wird dann aber immer gleich relativiert mit der Aussage, dafür brauche man aber keine Heizung.

Leider setzt sich diese vereinfachende und nicht ganz zutreffende Feststellung in den Köpfen der Interessierten bis hin zu Architekten und Bauingenieuren fest und wird zum Dogma, das schwer wieder aufzubrechen ist.

Tatsächlich kann ein Passivhaus einen sehr großen Teil des Wärmebedarfs über die Nutzung von internen und solaren Wärmegewinnen decken, die extrem gute Dämmung, Wärmerückgewinnung und solare Ausrichtung helfen dabei. Trotzdem verbleibt aber ein restlicher Wärmebedarf der ökonomisch und ökologisch vertretbar gedeckt werden muß. weiterlesen »

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