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Tag Energieeinsparung

Alle Welt spricht von der Energiewende – und meint damit in aller Regel den Umstieg von Atom- oder Kohlestrom auf erneuerbare Energien. Das ist zu kurz gesprungen. Die Energiewende umfasst weit mehr und wenn sich diese Erkenntnis nicht bald den Köpfen von Medienmachern und Politikern und in der Folge dann auch von Verbrauchern festsetzt, wird sie scheitern –  und wenn wir noch soviel Strom aus Wind, Sonne oder Biomasse produzieren. Denn: Nur ein Fünftel des Endenergieverbrauchs in Deutschland wird als elektrischer Strom verbraucht. weiterlesen »

Kaum zu glauben: Endlich hat der Bundesrat sich zur Novelle der Energieeinsparverordnung geäußert, und das sogar mit ganz vernünftigen Vorschlägen. Besonders sympathisch ist mir die Ansage, die auch das Kabinett übernommen hat: Nach 30 Jahren soll die Heizung ausgetauscht werden. Bei Autos überlegt man nach zehn Jahren ob nicht mal ein neues Modell fällig ist, weil das doch so viel weniger Sprit verbraucht. Und bei der Heizung: Die tut doch noch, ist das Argument gegen einen Austausch. Aber verbraucht sie nicht vielleicht so viel Energie, dass sich ein Wechsel schon nach wenigen Jahren rechnet? Und lässt sich bei der Gelegenheit vielleicht gleich der Wunsch nach einer solarthermischen Unterstützung mit erfüllen? Da hätte man sogar über einen schnelleren Austauschrhythmus nachdenken können. weiterlesen »

Egal ob Herstellerverbände, Verbrauchervertreter oder Politik – in einem sind sie sich alle einig: Sollen hierzulande künftig mehr Gebäude energetisch saniert werden, brauchen wir verlässliche Förderinstrumente. Das Hin und Her in den vergangenen Jahren hat dem Ziel, die Sanierungsquote bei Gebäuden und Heizungsanlagen zu erhöhen, eher geschadet als genutzt. Fünf Milliarden Euro pro Jahr sollten es schon sein, die verbindlich für die Förderung der energetischen Gebäudesanierung zur Verfügung gestellt werden, fordert die dena. Doch woher soll das viele Geld kommen? An dieser Frage scheiden sich die Geister.

Am ehesten aus einem Munde sprechen die Marktteilnehmer noch, wenn es um die steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen geht. Eine Öko-Umlage auf fossile Energieträger dagegen weckt verständlicherweise den Widerspruch der Mineralölindustrie. Eine solche Umlage, so ließ das Institut für Wärme- und Oeltechnik IWO kürzlich verlauten, würde die Heizkosten für rund 27 Mil­lionen und damit zwei Drittel aller deutschen Haushalte erhöhen und hätte soziale Ungleichgewichte zur Folge. weiterlesen »

Die Bundestagswahl nähert sich. Mittlerweile haben alle im Bundestag vertretenen Parteien ihre Programme vorgelegt. Ich habe sie für Sie durchgeackert und die für Gebäudesanierung, Wohnungsbau, Mieten sowie Umstieg auf Erneuerbare Wärme und effiziente Heizungen relevanten Passagen zusammengestellt. weiterlesen »

Es ist noch gar nicht so lange her, da war das durchschnittliche Wohnhaus technisch noch nicht so weit weg vom Platz am Lagerfeuer: Eine nur mäßig effiziente Feuerungsanlage, ein Schornstein der dank hoher Abgastemperatur ordentlich zog und eine Gebäudehülle, die die Wärme über Transmission und Konvektion nur so herausschleuderte. Aber seitdem Energie richtig Geld kostet und die fossilen Quellen immer erkennbarer knapp werden, ist in wenigen Jahren alles anders geworden –  von der ersten zaghaften Wärmeschutzverordnung über diverse Stufen der EnEV nähern wir uns dem rechnerischen Nullverbrauch an.

Um in diesem Wettbewerb überhaupt noch zu punkten, muß man die unsichtbare Linie überspringen, vom Energieverbrauch zum Energieüberschuß, je nach verbaler Fantasie. Dann ein Energie-Gewinn-Haus oder Plusenergiehaus planen und bauen. Aber wie kommt man da hin, welche Wege gibt es, wo lauern Fallen? Und wo werden bloß Nebelkerzen gezündet?

Grundsätzlich benötigt jedes Wohnhaus erst mal Energie für die Raumwärme, für die Erzeugung von warmem Wasser, für Beleuchtung und technische Geräte vom Herd über Fernseher, PC etc. Andererseits können Gebäudebestandteile in der Umwelt vorhandene Energie einfangen und nutzbar machen. weiterlesen »

Ob die Politik dem derzeit bewusstlosen Giganten mit ihren aktuellen Entscheidungen und zukünftigen Vorhaben ein Weckmittel verabreicht, bezweifle ich: Die bereits begangenen und drohenden Fehler nötigen den Verbraucher vielmehr dazu, die eigentlich haushalterisch alternativlose Sanierung zu verweigern, da ihm sowohl emotionale als auch finanzielle Knüppel zwischen die Beine geworfen werden.

Politik quo vadis?

Die politischen Entscheidungsträger befinden sich in mindestens drei Dilemmata: Erstens können sie nicht entscheiden zwischen Zwang und Anreiz bei der Förderung der Gebäudesanierung. Zweitens finden sie keinen rechten Mittelweg zwischen einer dringend zu steigernden Sanierungseffizienz und der ebenfalls erforderlichen Erhöhung der Sanierungsquote. Drittens setzen sie einerseits einen Schwerpunkt auf Energieeinsparung, obwohl sie sich andererseits klimapolitisch dazu verpflichtet haben, schwerpunktmäßig die CO2-Emissionen beträchtlich zu reduzieren.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es, nur als Beispiel, einfacher und günstiger, den Einsatz erneuerbarer, im besten Fall CO2-neutraler Heiztechnik aktiv  zu fördern, als außerordentlich umstrittene Fördermechanismen für sehr kostspielige und deshalb oft unrealistische Komplettsanierungen in die politische Arena zu werfen. Solche Gesetzesvorhaben sind nämlich von vorhinein zum Scheitern verurteilt. weiterlesen »

Die Kernkraft ist derzeit zwar das Trittbrett auf die Titelseite, aber sie ist klimapolitisch weit weniger bedeutsam als Ihre Zentralheizung im Keller.

German angst: Eine Jahrtausendflut ergießt sich in den Kern des AKW Grohnde. Ein manövrierunfähiges Flugzeug durchschlägt Gundremmingens meterdicke Mauern. Aber keine Angst! Alles nur Stresstests, simulierte Super-GAUs. Die Wirklichkeit sieht weniger dramatisch, aber kaum rosiger aus: In Deutschland gibt es etwa 15,8 Millionen überholte und ineffiziente Heizsysteme, die wertvolle Energie verplempern und beträchtliche CO2– und Feinstaubemissionen in unsere Umgebungsluft ausstoßen. Nur hört davon kaum einer.

Die jüngsten Nachrichten, dass die Förderung von Gebäudesanierungen aufgestockt werden soll, lassen zwar aufhorchen. Aber die fragwürdige Schwerpunktsetzung der Regierung, das anhaltende „Mal mehr, mal weniger, mal gar nicht“ in Sachen Förderpolitik, teils wirre Subventionsvorschläge und die unzureichenden Kenntnisse vieler Energieberater machen aus den klimapolitischen Zielen der Regierung selbst einen Sanierungsfall.

Die Wärmeerzeugung macht allein 40 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs aus und ist für ein Fünftel aller deutschen CO2-Emissionen verantwortlich. Unsere Heizungen pusten so viel Kohlenstoffdioxid in die Atomsphäre wie Argentinien insgesamt emittiert! weiterlesen »

Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung bieten erhebliches Potential zur Energieeinsparung, da sie einen Großteil der in der Abluft enthaltenen Wärme auf die Zuluft übertragen. Passivhäuser wären ohne diese Energiesparlüftungen kaum denkbar.

Nachteilig im Vergleich zu den einfachen Abluftanlagen, die ihre Zuluft über die Fassade erhalten, sind die deutlich höheren Kosten, sowie der Platzbedarf für das doppelte Kanalsystem. Genau dieser Punkt erschwert vor allem den nachträglichen Einbau in bestehenden Gebäuden. Aber auch der Nutzer ist entscheidend. Messungen in selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern zeigen den Erfolg dieser Technik. Der psychologische Grund: Hat ein Häuslesbauer erst einmal 10.000 Euro zusätzlich für die Energiesparlüftung ausgegeben, dann wünscht er sich auch einen Erfolg dieser Investition und verhält sich dementsprechend. weiterlesen »

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