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Egal ob Herstellerverbände, Verbrauchervertreter oder Politik – in einem sind sie sich alle einig: Sollen hierzulande künftig mehr Gebäude energetisch saniert werden, brauchen wir verlässliche Förderinstrumente. Das Hin und Her in den vergangenen Jahren hat dem Ziel, die Sanierungsquote bei Gebäuden und Heizungsanlagen zu erhöhen, eher geschadet als genutzt. Fünf Milliarden Euro pro Jahr sollten es schon sein, die verbindlich für die Förderung der energetischen Gebäudesanierung zur Verfügung gestellt werden, fordert die dena. Doch woher soll das viele Geld kommen? An dieser Frage scheiden sich die Geister.

Am ehesten aus einem Munde sprechen die Marktteilnehmer noch, wenn es um die steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen geht. Eine Öko-Umlage auf fossile Energieträger dagegen weckt verständlicherweise den Widerspruch der Mineralölindustrie. Eine solche Umlage, so ließ das Institut für Wärme- und Oeltechnik IWO kürzlich verlauten, würde die Heizkosten für rund 27 Mil­lionen und damit zwei Drittel aller deutschen Haushalte erhöhen und hätte soziale Ungleichgewichte zur Folge. weiterlesen »

Seit einiger Zeit begegne ich immer öfter Menschen, die sich für das Duo Wärmepumpe/Fotovoltaikanlage begeistern. Mit der Wärmepumpe ließe sich doch prima der Eigenverbrauch von Solarstrom erhöhen, ist allenthalben zu hören, nicht zuletzt natürlich von diversen Herstellern, die bereits entsprechende Produktpakete geschnürt haben. Beispiele sind Wärmepumpenhersteller Stiebel Eltron oder PV-Spezialist Centrosolar.

Angesichts der Neuregelung des EEG und der damit verbundenen Einführung des Marktintegrationsmodells ist es sinnvoll, nach Lösungen für die Erhöhung des Eigenverbrauchs zu suchen. Denn bereits ab Januar 2014 werden nur noch 90 Prozent des auf dem eigenen Dach produzierten Stroms bezuschusst. Doch daran, dass eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erheblich dazu beitragen kann, habe ich nach wie vor erhebliche Zweifel. weiterlesen »

90 Minuten TV-Duell zur Bundestagswahl und gefühlte 2 Minuten zur Energiewende. Sollte das alles gewesen sein, was die Spitzenkandidaten Angela Merkel und Peer Steinbrück zu diesem Thema auf der Pfanne haben? Von Ideen dazu, wie sich der Gebäudebestand fit machen lässt für die Anforderungen des Klimawandels ganz zu schweigen?

Dabei ist das Thema, wie sich Energieverbrauchs im Gebäudebestand nicht nur von energiepolitischer, sondern auch von hoher sozialpolitischer Relevanz. Schon jetzt heizen manche im Winter mehr alle Zimmer einer Wohnung, weil sie es sich nicht leisten können. Bei Menschen mit geringen und mittlerem Einkommen machen die Nebenkosten einen immer größeren Teil der Wohnkosten aus, und zwar die Kosten für Heizung. weiterlesen »

Die Bundestagswahl nähert sich. Mittlerweile haben alle im Bundestag vertretenen Parteien ihre Programme vorgelegt. Ich habe sie für Sie durchgeackert und die für Gebäudesanierung, Wohnungsbau, Mieten sowie Umstieg auf Erneuerbare Wärme und effiziente Heizungen relevanten Passagen zusammengestellt. weiterlesen »

… wäre doch eine schöne Meldung gewesen, oder? Und dem zentralen Thema der Energiewende, der Erhöhung der Energieeffizienz und dem Umstieg auf Erneuerbare im Wärmebereich angemessen. Immerhin spricht die CDU-Vorsitzende auf ihrer Homepage am 7. März 2013 von „Energiewende gemeinsam meistern“. Das sei, erklärt sie, „ein langer Prozess mit vielen Einzelschritten.“ Da dachte ich, Erneuerbare und Energieeffizienz wären gemeint. Dazu könnte die Eröffnung der Messe, die hier Trends setzt, gut passen. Aber ich habe mich wohl getäuscht. Es ging mal wieder nur um Strom.

Aber auch falls das der Zeitplan die Präsenz in Frankfurt nicht zulässt: Einige Schritte stehen im Moment an, da können Regierung und Opposition gemeinsam ansetzen. weiterlesen »

Im August dieses Jahres änderte die Bundesregierung erneut die Förderung für Sanierungsmaßnahmen. Obwohl die Fördersätze stiegen, wird kein bahnbrechender Impuls durch den Markt für Erneuerbare Wärme gehen. Denn aus meiner Sicht hängt es nicht in erster Linie an den Endkunden, sondern am Heizungsbauer, wenn es mit den Erneuerbaren nicht genügend voran geht.

Bisher sprechen die Fördermaßnahmen des Staates die Sprache des Endkunden. Setzt er auf Erneuerbare Wärme, wird seine Investition erheblich gefördert: Bis zu 4.900 Euro erhält der Eigenheimbesitzer, wenn er seinen alten Heizkessel durch eine moderne Biomasseheizung mit solarer Heizungsunterstützung tauscht. Grundsätzlich ist das natürlich gut. Die Sanierungsquote ist trotzdem erschreckend niedrig.

Diese Malaise hat hauptsächlich drei Gründe: Erstens handelt der Gesetzgeber unstet und zweitens sind die SHK-Betriebe noch nicht ausreichend mit an Bord. Diese werden nämlich drittens noch nicht ausreichend unterstützt. weiterlesen »

Niedrigenergiehäuser waren gestern. Heute spricht der innovative Planer über Nullenergie- und Plusenergiegebäude. Doch wie geht das? Haben einige schlaue Architekten nun doch das Perpetuum Mobile erfunden? Oder ist das Ganze nur eine Verkaufsmasche?

Weder noch. Vielmehr geht es hier um Definitionen, die begrifflich aus der Alltagssprache übernommen sind, oft aber andere, spezielle Bedeutungen besitzen. Unter einem Nullenergiegebäude würde Otto Normalverbraucher ein Haus verstehen, das keine (=Null) Energie benötigt. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, denn jedes Haus braucht Heizwärme im Winter, Energie für die Warmwasserbereitung, Strom für Beleuchtung und Haustechnik, Energie fürs Kochen und Haushaltsgeräte.

Die entscheidende Frage ist dabei die der Bilanzierung. Die Bilanzierungsrandbedingungen für ein Gebäude oder auch eine größere Versorgungseinheit (zum Beispiel Stadtquartier) sind bisher nicht allgemeinverbindlich festgelegt, weder in der Frage, welche Energieverbrauchsanteile eigentlich betrachtet werden sollten (Bilanzgrenzen auf Bedarfsseite), noch in der Frage, welche Energieproduktion mit eingerechnet werden darf (Bilanzgrenzen auf der Erzeugungsseite). weiterlesen »

Fassade Passivhaus

Silke Thole würde jederzeit wieder ein Passivhaus bauen. Bild: Berres

Gott sei dank, es wird Frühling. Schon seit einigen Tagen zeigt das Hygrometer im Wohn-Essbereich meines Passivhauses deutlich über 40 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit an. Endlich! Über den Winter betrug die Luftfeuchtigkeit regelmäßig zwischen 20 und 30 Prozent – nach einhelliger Expertenmeinung viel zu wenig für ein gesundes Wohnklima.

Seit über 10 Jahren leben wir nun mit diesen niedrigen Luftfeuchtigkeitswerten im Winter – eine wirklich überzeugende Lösung des Problems haben wir bislang nicht gefunden, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass es von der Passivhaus-Szene jahrelang totgeschwiegen und schlicht als „nicht existent“ eingestuft wurde. „Sie müssen halt den Luftwechsel Ihrer Lüftungsanlage möglichst niedrig einstellen, damit nicht so viel trockene Luft von außen nachkommt“, so der Rat mehrerer Experten. Die meisten beteuerten, dass ich absolut die Einzige Passivhausbewohnerin sei, die über zu geringe Luftfeuchtigkeit klage. Ich dagegen kenne eine ganze Reihe Passivhausbewohner, die mit diesem Problem kämpfen. weiterlesen »

Dr.-Ing. Architekt Alfred Kerschberger Dr.-Ing. Architekt Alfred Kerschberger ist Verfasser zahlreicher Studien und Fachbücher u.a. zu ökologischem Bauen.

Arno Kuschow Arno Kuschow ist Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Eco Casa mit Ansprüchen an energiesparendes Wohnen.

Dipl.-Pol. Frank Schönfelder Dipl.-Pol. Frank Schönfelder Frank Schönfelder ist Marketingleiter Deutschland bei KWB Die Biomasseheizung.

Pia Grund-Ludwig Pia Grund-Ludwig arbeitet seit 25 Jahren als Journalistin. Bei EnBauSa.de ist sie Geschäftsführerin und Chefredakteurin.

Silke Thole Silke Thole EnBauSa.de-Geschäftsführerin und Journalistin Silke Thole wohnt bereits seit 2001 in einem Passivhaus.

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