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… wäre doch eine schöne Meldung gewesen, oder? Und dem zentralen Thema der Energiewende, der Erhöhung der Energieeffizienz und dem Umstieg auf Erneuerbare im Wärmebereich angemessen. Immerhin spricht die CDU-Vorsitzende auf ihrer Homepage am 7. März 2013 von „Energiewende gemeinsam meistern“. Das sei, erklärt sie, „ein langer Prozess mit vielen Einzelschritten.“ Da dachte ich, Erneuerbare und Energieeffizienz wären gemeint. Dazu könnte die Eröffnung der Messe, die hier Trends setzt, gut passen. Aber ich habe mich wohl getäuscht. Es ging mal wieder nur um Strom.

Aber auch falls das der Zeitplan die Präsenz in Frankfurt nicht zulässt: Einige Schritte stehen im Moment an, da können Regierung und Opposition gemeinsam ansetzen. weiterlesen »

Im August dieses Jahres änderte die Bundesregierung erneut die Förderung für Sanierungsmaßnahmen. Obwohl die Fördersätze stiegen, wird kein bahnbrechender Impuls durch den Markt für Erneuerbare Wärme gehen. Denn aus meiner Sicht hängt es nicht in erster Linie an den Endkunden, sondern am Heizungsbauer, wenn es mit den Erneuerbaren nicht genügend voran geht.

Bisher sprechen die Fördermaßnahmen des Staates die Sprache des Endkunden. Setzt er auf Erneuerbare Wärme, wird seine Investition erheblich gefördert: Bis zu 4.900 Euro erhält der Eigenheimbesitzer, wenn er seinen alten Heizkessel durch eine moderne Biomasseheizung mit solarer Heizungsunterstützung tauscht. Grundsätzlich ist das natürlich gut. Die Sanierungsquote ist trotzdem erschreckend niedrig.

Diese Malaise hat hauptsächlich drei Gründe: Erstens handelt der Gesetzgeber unstet und zweitens sind die SHK-Betriebe noch nicht ausreichend mit an Bord. Diese werden nämlich drittens noch nicht ausreichend unterstützt. weiterlesen »

Niedrigenergiehäuser waren gestern. Heute spricht der innovative Planer über Nullenergie- und Plusenergiegebäude. Doch wie geht das? Haben einige schlaue Architekten nun doch das Perpetuum Mobile erfunden? Oder ist das Ganze nur eine Verkaufsmasche?

Weder noch. Vielmehr geht es hier um Definitionen, die begrifflich aus der Alltagssprache übernommen sind, oft aber andere, spezielle Bedeutungen besitzen. Unter einem Nullenergiegebäude würde Otto Normalverbraucher ein Haus verstehen, das keine (=Null) Energie benötigt. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, denn jedes Haus braucht Heizwärme im Winter, Energie für die Warmwasserbereitung, Strom für Beleuchtung und Haustechnik, Energie fürs Kochen und Haushaltsgeräte.

Die entscheidende Frage ist dabei die der Bilanzierung. Die Bilanzierungsrandbedingungen für ein Gebäude oder auch eine größere Versorgungseinheit (zum Beispiel Stadtquartier) sind bisher nicht allgemeinverbindlich festgelegt, weder in der Frage, welche Energieverbrauchsanteile eigentlich betrachtet werden sollten (Bilanzgrenzen auf Bedarfsseite), noch in der Frage, welche Energieproduktion mit eingerechnet werden darf (Bilanzgrenzen auf der Erzeugungsseite). weiterlesen »

Fassade Passivhaus

Silke Thole würde jederzeit wieder ein Passivhaus bauen. Bild: Berres

Gott sei dank, es wird Frühling. Schon seit einigen Tagen zeigt das Hygrometer im Wohn-Essbereich meines Passivhauses deutlich über 40 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit an. Endlich! Über den Winter betrug die Luftfeuchtigkeit regelmäßig zwischen 20 und 30 Prozent – nach einhelliger Expertenmeinung viel zu wenig für ein gesundes Wohnklima.

Seit über 10 Jahren leben wir nun mit diesen niedrigen Luftfeuchtigkeitswerten im Winter – eine wirklich überzeugende Lösung des Problems haben wir bislang nicht gefunden, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass es von der Passivhaus-Szene jahrelang totgeschwiegen und schlicht als “nicht existent” eingestuft wurde. “Sie müssen halt den Luftwechsel Ihrer Lüftungsanlage möglichst niedrig einstellen, damit nicht so viel trockene Luft von außen nachkommt”, so der Rat mehrerer Experten. Die meisten beteuerten, dass ich absolut die Einzige Passivhausbewohnerin sei, die über zu geringe Luftfeuchtigkeit klage. Ich dagegen kenne eine ganze Reihe Passivhausbewohner, die mit diesem Problem kämpfen. weiterlesen »

Es ist noch gar nicht so lange her, da war das durchschnittliche Wohnhaus technisch noch nicht so weit weg vom Platz am Lagerfeuer: Eine nur mäßig effiziente Feuerungsanlage, ein Schornstein der dank hoher Abgastemperatur ordentlich zog und eine Gebäudehülle, die die Wärme über Transmission und Konvektion nur so herausschleuderte. Aber seitdem Energie richtig Geld kostet und die fossilen Quellen immer erkennbarer knapp werden, ist in wenigen Jahren alles anders geworden –  von der ersten zaghaften Wärmeschutzverordnung über diverse Stufen der EnEV nähern wir uns dem rechnerischen Nullverbrauch an.

Um in diesem Wettbewerb überhaupt noch zu punkten, muß man die unsichtbare Linie überspringen, vom Energieverbrauch zum Energieüberschuß, je nach verbaler Fantasie. Dann ein Energie-Gewinn-Haus oder Plusenergiehaus planen und bauen. Aber wie kommt man da hin, welche Wege gibt es, wo lauern Fallen? Und wo werden bloß Nebelkerzen gezündet?

Grundsätzlich benötigt jedes Wohnhaus erst mal Energie für die Raumwärme, für die Erzeugung von warmem Wasser, für Beleuchtung und technische Geräte vom Herd über Fernseher, PC etc. Andererseits können Gebäudebestandteile in der Umwelt vorhandene Energie einfangen und nutzbar machen. weiterlesen »

In einem Beitrag auf der Homepage nimmt der NDR Wärmedämmung ins Visier. Das ist gut, sachliche Information zum Thema tut Not. Viel Neues enthält der Beitrag aber nicht. Der GIH, ein Verband von Energieberatern, wirft ihm zudem Parteilichkeit vor.

In der Tat fällt auf, dass der Text viele Behauptungen und wenige Belege enthält. Eine dieser Behauptungen zur Energieberatung: „In Deutschland werden meist Komplettlösungen mit Wärmedämmverbundsystemen empfohlen.“ Das mag stimmen, aber Zahlen nennt der Beitrag dazu ebenso wenig wie Zitate. In einer Generalschelte wird stattdessen der Eindruck erweckt, dass Energieberater häufig parteilich und interessengeleitet beraten.

Eine weitere Behauptung zur Energieberatung: „Auf Grundlage der U-Werte von Dämmmaterialien werden Rückschlüsse auf die Heizkosten-Ersparnis gezogen.“ Dazu gibt es immerhin ein Zitat eines Architekten. Das belegt allerdings nicht, dass Energieberater tatsächlich alleine aus dem U-Wert eines Materials Kosteneinsparungen berechnen. Dazu gibt es keinen konkreten Hinweis, etwa Unterlagen aus einer Energieberatung, in denen so verfahren wurde. „Neben dem U-Wert des Dämmmaterials spielt auch die Wärmedurchlässigkeit von Fenstern, Türen oder dem Dach eine wichtige Rolle“, sagt dieser Architekt. Damit hat er Recht. Aber das ist eine Binsenweisheit, die jeder Energieberater kennt, und nicht nur der. weiterlesen »

Ob die Politik dem derzeit bewusstlosen Giganten mit ihren aktuellen Entscheidungen und zukünftigen Vorhaben ein Weckmittel verabreicht, bezweifle ich: Die bereits begangenen und drohenden Fehler nötigen den Verbraucher vielmehr dazu, die eigentlich haushalterisch alternativlose Sanierung zu verweigern, da ihm sowohl emotionale als auch finanzielle Knüppel zwischen die Beine geworfen werden.

Politik quo vadis?

Die politischen Entscheidungsträger befinden sich in mindestens drei Dilemmata: Erstens können sie nicht entscheiden zwischen Zwang und Anreiz bei der Förderung der Gebäudesanierung. Zweitens finden sie keinen rechten Mittelweg zwischen einer dringend zu steigernden Sanierungseffizienz und der ebenfalls erforderlichen Erhöhung der Sanierungsquote. Drittens setzen sie einerseits einen Schwerpunkt auf Energieeinsparung, obwohl sie sich andererseits klimapolitisch dazu verpflichtet haben, schwerpunktmäßig die CO2-Emissionen beträchtlich zu reduzieren.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es, nur als Beispiel, einfacher und günstiger, den Einsatz erneuerbarer, im besten Fall CO2-neutraler Heiztechnik aktiv  zu fördern, als außerordentlich umstrittene Fördermechanismen für sehr kostspielige und deshalb oft unrealistische Komplettsanierungen in die politische Arena zu werfen. Solche Gesetzesvorhaben sind nämlich von vorhinein zum Scheitern verurteilt. weiterlesen »

Die Kernkraft ist derzeit zwar das Trittbrett auf die Titelseite, aber sie ist klimapolitisch weit weniger bedeutsam als Ihre Zentralheizung im Keller.

German angst: Eine Jahrtausendflut ergießt sich in den Kern des AKW Grohnde. Ein manövrierunfähiges Flugzeug durchschlägt Gundremmingens meterdicke Mauern. Aber keine Angst! Alles nur Stresstests, simulierte Super-GAUs. Die Wirklichkeit sieht weniger dramatisch, aber kaum rosiger aus: In Deutschland gibt es etwa 15,8 Millionen überholte und ineffiziente Heizsysteme, die wertvolle Energie verplempern und beträchtliche CO2- und Feinstaubemissionen in unsere Umgebungsluft ausstoßen. Nur hört davon kaum einer.

Die jüngsten Nachrichten, dass die Förderung von Gebäudesanierungen aufgestockt werden soll, lassen zwar aufhorchen. Aber die fragwürdige Schwerpunktsetzung der Regierung, das anhaltende „Mal mehr, mal weniger, mal gar nicht“ in Sachen Förderpolitik, teils wirre Subventionsvorschläge und die unzureichenden Kenntnisse vieler Energieberater machen aus den klimapolitischen Zielen der Regierung selbst einen Sanierungsfall.

Die Wärmeerzeugung macht allein 40 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs aus und ist für ein Fünftel aller deutschen CO2-Emissionen verantwortlich. Unsere Heizungen pusten so viel Kohlenstoffdioxid in die Atomsphäre wie Argentinien insgesamt emittiert! weiterlesen »

Dr.-Ing. Architekt Alfred Kerschberger Dr.-Ing. Architekt Alfred Kerschberger ist Verfasser zahlreicher Studien und Fachbücher u.a. zu ökologischem Bauen.

Arno Kuschow Arno Kuschow ist Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Eco Casa mit Ansprüchen an energiesparendes Wohnen.

Dipl.-Pol. Frank SchönfelderDipl.-Pol. Frank Schönfelder Frank Schönfelder ist Marketingleiter Deutschland bei KWB Die Biomasseheizung.

Pia Grund-Ludwig Pia Grund-Ludwig arbeitet seit 25 Jahren als Journalistin. Bei EnBauSa.de ist sie Geschäftsführerin und Chefredakteurin.

Silke Thole Silke Thole EnBauSa.de-Geschäftsführerin und Journalistin Silke Thole wohnt bereits seit 2001 in einem Passivhaus.

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