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Tag Dämmung

90 Minuten TV-Duell zur Bundestagswahl und gefühlte 2 Minuten zur Energiewende. Sollte das alles gewesen sein, was die Spitzenkandidaten Angela Merkel und Peer Steinbrück zu diesem Thema auf der Pfanne haben? Von Ideen dazu, wie sich der Gebäudebestand fit machen lässt für die Anforderungen des Klimawandels ganz zu schweigen?

Dabei ist das Thema, wie sich Energieverbrauchs im Gebäudebestand nicht nur von energiepolitischer, sondern auch von hoher sozialpolitischer Relevanz. Schon jetzt heizen manche im Winter mehr alle Zimmer einer Wohnung, weil sie es sich nicht leisten können. Bei Menschen mit geringen und mittlerem Einkommen machen die Nebenkosten einen immer größeren Teil der Wohnkosten aus, und zwar die Kosten für Heizung. weiterlesen »

Es ist noch gar nicht so lange her, da war das durchschnittliche Wohnhaus technisch noch nicht so weit weg vom Platz am Lagerfeuer: Eine nur mäßig effiziente Feuerungsanlage, ein Schornstein der dank hoher Abgastemperatur ordentlich zog und eine Gebäudehülle, die die Wärme über Transmission und Konvektion nur so herausschleuderte. Aber seitdem Energie richtig Geld kostet und die fossilen Quellen immer erkennbarer knapp werden, ist in wenigen Jahren alles anders geworden –  von der ersten zaghaften Wärmeschutzverordnung über diverse Stufen der EnEV nähern wir uns dem rechnerischen Nullverbrauch an.

Um in diesem Wettbewerb überhaupt noch zu punkten, muß man die unsichtbare Linie überspringen, vom Energieverbrauch zum Energieüberschuß, je nach verbaler Fantasie. Dann ein Energie-Gewinn-Haus oder Plusenergiehaus planen und bauen. Aber wie kommt man da hin, welche Wege gibt es, wo lauern Fallen? Und wo werden bloß Nebelkerzen gezündet?

Grundsätzlich benötigt jedes Wohnhaus erst mal Energie für die Raumwärme, für die Erzeugung von warmem Wasser, für Beleuchtung und technische Geräte vom Herd über Fernseher, PC etc. Andererseits können Gebäudebestandteile in der Umwelt vorhandene Energie einfangen und nutzbar machen. weiterlesen »

In einem Beitrag auf der Homepage nimmt der NDR Wärmedämmung ins Visier. Das ist gut, sachliche Information zum Thema tut Not. Viel Neues enthält der Beitrag aber nicht. Der GIH, ein Verband von Energieberatern, wirft ihm zudem Parteilichkeit vor.

In der Tat fällt auf, dass der Text viele Behauptungen und wenige Belege enthält. Eine dieser Behauptungen zur Energieberatung: „In Deutschland werden meist Komplettlösungen mit Wärmedämmverbundsystemen empfohlen.“ Das mag stimmen, aber Zahlen nennt der Beitrag dazu ebenso wenig wie Zitate. In einer Generalschelte wird stattdessen der Eindruck erweckt, dass Energieberater häufig parteilich und interessengeleitet beraten.

Eine weitere Behauptung zur Energieberatung: „Auf Grundlage der U-Werte von Dämmmaterialien werden Rückschlüsse auf die Heizkosten-Ersparnis gezogen.“ Dazu gibt es immerhin ein Zitat eines Architekten. Das belegt allerdings nicht, dass Energieberater tatsächlich alleine aus dem U-Wert eines Materials Kosteneinsparungen berechnen. Dazu gibt es keinen konkreten Hinweis, etwa Unterlagen aus einer Energieberatung, in denen so verfahren wurde. „Neben dem U-Wert des Dämmmaterials spielt auch die Wärmedurchlässigkeit von Fenstern, Türen oder dem Dach eine wichtige Rolle“, sagt dieser Architekt. Damit hat er Recht. Aber das ist eine Binsenweisheit, die jeder Energieberater kennt, und nicht nur der. weiterlesen »

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